Gebratener Halloumi-Salat mit Orange und Harissa

Gebratener Halloumi-Salat mit Orange und Harissa ist genau die Art Salat, die an kühleren Tagen ein Abendessen tragen kann, wenn man trotzdem etwas Frisches und Spritziges möchte. Dicke Halloumi-Stücke werden an den Rändern goldbraun gebraten und anschließend auf bitterem Radicchio, Fenchel, Orange, Kräutern und gerösteten Mandeln angerichtet. Ein Zitronen-Harissa-Dressing verbindet alles, ohne das Grün matschig zu machen. Der Salat steht in etwa einer halben Stunde auf dem Tisch; den Halloumi gibt man am besten erst beim Servieren dazu, solange seine Kruste noch warm ist.
Zutaten
- Für den Salat
- 225 g Halloumi
- in dicke Scheiben geschnitten
- damit die Mitte gebräunt und elastisch bleibt
- 1 kleiner Kopf Radicchio
- etwa 225 g
- liefert kräftige
- bittere Blätter
- 1 mittelgroße Fenchelknolle
- sorgt für frischen
- knackigen Biss
- 2 mittelgroße Navelorangen
- bringen süße Säure und Saftigkeit
- 80 ml grüne Oliven ohne Stein
- grob gehackt
- geben eine salzige
- würzige Note
- 15 g frische Minzblätter
- halten den Salat frisch und aromatisch
- 15 g glatte Petersilie
- gehackt
- steuert grünes
- herzhaftes Aroma bei
- 35 g Mandelblättchen
- sorgen für eine zweite knusprige Textur
- 4 EL natives Olivenöl extra
- geteilt
- für Dressing und Braten
- 2 EL Orangensaft von den filetierten Orangen
- rundet das Dressing ab
- Für das Harissa-Dressing
- 3 EL frisch gepresster Zitronensaft
- liefert die wichtigste Säurenote
- 1–1½ EL Harissa-Paste
- bringt nordafrikanisches Chiliaroma und Schärfe
- 1 TL Honig
- mildert Zitrone und Chili
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- sorgt für warme
- erdige Noten
- ¼ TL gemahlener Koriander
- bringt eine zitrusartige Gewürznote
- ¼ TL feines Meersalz
- bei Bedarf mehr
- würzt das Dressing
- ¼ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- verleiht dem Grün eine milde Schärfe
Zubereitung
Gebratener Halloumi-Salat mit Orange und Harissa Der Käse muss hier weder paniert werden, noch braucht man eine separate Grillpfanne. Eine trockene Pfanne und mittlere Hitze reichen völlig aus. Halloumi gibt zunächst etwas Feuchtigkeit ab und bekommt dann einen festen, gebräunten Rand. Wer diesen Schritt zu sehr beschleunigt, erhält außen blassen und innen gummiartigen Käse. Ich bereite meist die Salatbasis vor, während der Käse abtropft, und brate den Halloumi erst kurz vor dem Servieren. Die Kombination ist nordafrikanisch inspiriert, ohne einen einzelnen traditionellen Salat nachahmen zu wollen. Orange, Minze, Kreuzkümmel, Harissa und Zitrone passen ganz natürlich zusammen, während Fenchel und Radicchio genug Knackigkeit und Bitternoten beisteuern, um den salzigen Käse auszugleichen. Ist deine Harissa besonders scharf, nimm zunächst weniger als angegeben. Nachwürzen geht immer, Schärfe aus dem Dressing wieder herauszubekommen ist dagegen schwierig. Wichtige Informationen Vorbereitungszeit: 15 Minuten Garzeit: 10 Minuten Gesamtzeit: 25 Minuten Portionen: 4 als leichtes Hauptgericht oder 6 als Beilagensalat Schwierigkeit: Einfach Gebratenen Halloumi-Salat mit Orange und Harissa zubereiten 1. Gib die Mandeln in eine große, trockene Pfanne und röste sie bei mittlerer bis niedriger Hitze. Röste sie 3–4 Minuten und rühre häufig um oder schwenke die Pfanne, bis sie nussig duften und leicht Farbe angenommen haben. Sofort auf einen Teller geben: In der heißen Pfanne garen sie weiter und werden überraschend schnell bitter. Die Pfanne für den Halloumi nicht spülen. 2. Schneide den Halloumi in etwa 1,5 cm dicke Scheiben. Lege sie auf ein sauberes Küchen- oder mehrere Lagen Küchenpapier und tupfe die Oberfläche trocken. Es geht nicht darum, jeden Tropfen Feuchtigkeit zu entfernen, aber trockener Käse bräunt schneller und dämpft in der Pfanne weniger leicht. 3. Rühre das Dressing in einer kleinen Schüssel an. Verquirle Zitronensaft, Harissa, Honig, Kreuzkümmel, Koriander, Salz und schwarzen Pfeffer. Rühre langsam 3 EL Olivenöl ein. Probiere das Dressing, bevor du das Grün damit vermischst. Es sollte deutlich säuerlich und leicht salzig schmecken; Orange und Halloumi mildern beides später ab. Ist die Zitrone sehr scharf, füge den verbliebenen Teelöffel Honig statt mehr Öl hinzu. 4. Putze den Fenchel und lege einige grüne Fenchelwedel zum Garnieren beiseite. Schneide die Knolle so dünn wie möglich, am besten mit einem scharfen Messer oder einer Mandoline. Löse die Radicchio-Blätter voneinander, wasche und trockne sie gründlich. Sehr große Blätter in mundgerechte Stücke zupfen. Wasser auf den Blättern würde das Dressing verdünnen; schleudere sie daher gut trocken oder tupfe sie ab. 5. Schneide von jeder Orange oben und unten eine Scheibe ab. Stelle eine Orange aufrecht hin und schneide Schale und weiße Haut in Streifen entlang der Rundung ab. Schneide zwischen den Trennhäuten entlang, um die Filets auszulösen, und arbeite dabei über einer Schüssel, damit der Saft aufgefangen wird. Mit der zweiten Orange ebenso verfahren. Die leeren Häute über der Schüssel ausdrücken und 2 EL Saft für den Salat beiseitestellen. 6. Gib Radicchio, Fenchel, Orangenfilets, Minze, Petersilie und Oliven in eine breite Servierschüssel. Den aufgefangenen Orangensaft und etwa zwei Drittel des Dressings hinzufügen. Vorsichtig mit den Händen oder Salatbesteck vermengen. Die Blätter sollen nur leicht überzogen sein, nicht im Dressing schwimmen. Die Mischung stehen lassen, während du den Käse brätst; fünf Minuten reichen aus, um dem Radicchio die rohe Schärfe zu nehmen, ohne ihn welk zu machen. 7. Stelle die Pfanne wieder auf mittlere Hitze. Gib den restlichen 1 EL Olivenöl hinein und warte, bis es schimmert. Die Halloumi-Scheiben mit etwas Abstand nebeneinander in die Pfanne legen. Auf der ersten Seite 2–3 Minuten braten, ohne sie zu bewegen, bis die Unterseite stellenweise tief goldbraun ist. Wenden und weitere 1½–2 Minuten braten. Färbt sich der Käse, bevor er durchgewärmt ist, die Hitze etwas reduzieren. Halloumi muss nicht weich gebraten werden; die Mitte sollte angenehm elastisch bleiben. 8. Probiere den angemachten Salat und salze nur bei Bedarf nach. Harissa kann je nach Sorte stark variieren, außerdem bringen Oliven und Käse bereits Salz mit. Den warmen Halloumi auf dem Salat verteilen, geröstete Mandeln und Fenchelwedel darüberstreuen und das restliche Dressing darübergeben. Sofort servieren, solange die Käseränder noch knusprig sind.
Was diesen Salat so gut macht
Der bittere Radicchio ist hier ein Vorteil, kein Problem. Seine festen Blätter halten dem warmen Käse und der süß-säuerlichen Orange stand. Fenchel sorgt für frischen Biss, während Minze und Petersilie das Dressing leichter wirken lassen. Die Mandeln bringen eine zweite Art von Knusprigkeit ins Spiel, sodass der Salat nicht allein davon abhängt, dass der Halloumi heiß bleibt.
Mache den ganzen Salat nicht zu früh an. Zehn Minuten sind in Ordnung, aber nach deutlich längerer Zeit wird der Radicchio welk und der Fenchel verliert seinen Biss. Auch der Käse wird beim Abkühlen fester. Wenn du eine Pause brauchst, bewahre Salat und Dressing getrennt auf und brate den Halloumi erst im letzten Moment.
Zutaten ersetzen
Ein großer Bund kräftiger Winterblätter kann den Radicchio ersetzen. Besonders gut eignet sich Endivie; fein geschnittener Rotkohl bleibt sogar noch länger knackig. Für einen bittereren, weniger süßen Salat kannst du statt Orangen zwei rosa Grapefruits verwenden oder eine Grapefruit mit einer Orange kombinieren.
Mandeln lassen sich durch Pistazien oder Haselnüsse ersetzen. Pistazien passen besonders gut zum Gewürzprofil, rösten aber schnell, also behalte sie gut im Auge. Glatte Petersilie gehört im Grunde dazu, doch wenn du nur Koriandergrün zur Hand hast, kannst du die Hälfte damit ersetzen. Getrocknete Minze ist kein guter Ersatz; in einem rohen Salat schmeckt sie schnell staubig.
Für eine mildere Variante kannst du eine süße Paste aus geräuchertem Paprikapulver oder eine milde Harissa verwenden. Falls du keine Harissa findest, mische 1 TL geräuchertes Paprikapulver, ¼ TL gemahlenes Cayennepfeffer und 1 TL Tomatenmark unter das Dressing. Der fermentierte Geschmack fehlt dann zwar, die gewünschte Wärme ist jedoch vorhanden.
Serviervorschläge
Serviere den Salat als leichtes Herbstabendessen mit warmem Fladenbrot oder zu Linsensuppe, gerösteten Möhren oder einer einfachen Beilage wie Couscous. Wenn du ihn sättigender machen möchtest, ohne seinen Charakter zu verändern, gib gekochten Farro oder Perlcouscous zum angemachten Grün. Bleibe bei einer kleinen Menge – etwa 1 Tasse gekocht –, damit der Salat weiterhin wie ein Salat schmeckt und nicht wie eine Getreide-Bowl.
Das Rezept ergibt vier großzügige Portionen als leichtes Hauptgericht. Für eine Vorspeise oder Beilage den Halloumi in kleinere Stücke schneiden und auf sechs Teller verteilen. Etwas zusätzliches Dressing auf dem Tisch ist besonders dann praktisch, wenn der Salat mit Brot serviert wird.
Aufbewahrung und Vorbereitung
Angemachtes Grün und Orange können bis zu 1 Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden, wobei der Radicchio weicher wird. Bei Vorbereitung im Voraus das Dressing separat lagern. Geröstete Mandeln halten sich in einem verschlossenen Behälter bei Raumtemperatur mehrere Tage. Halloumi schmeckt frisch gebraten am besten; Reste können bis zu 2 Tage gekühlt und kurz in einer trockenen Pfanne erwärmt werden, die gebräunten Ränder bleiben dann allerdings weniger knusprig. Den fertig angerichteten Salat nicht einfrieren.
Nährwert-Hinweis
Bei Verwendung der angegebenen Mengen liefert eine von vier Hauptgericht-Portionen ungefähr 430–480 Kalorien, abhängig von der Marke des Halloumi und der Harissa. Sie enthält Eiweiß aus dem Käse, Ballaststoffe aus Gemüse und Orange sowie überwiegend ungesättigte Fette aus Olivenöl und Mandeln. Der Natriumgehalt ist naturgemäß relativ hoch, da sowohl Halloumi als auch Oliven salzig sind. Wenn das für dich wichtig ist, spüle die Oliven ab und verwende, sofern erhältlich, einen natriumreduzierten Halloumi.
Häufige Fragen
Kann ich Halloumi ohne Öl in der Pfanne braten?
Ja. In einer guten beschichteten Pfanne kann er trocken gebraten werden, doch der Esslöffel Olivenöl sorgt für eine gleichmäßigere Bräunung und nimmt etwas vom Gewürzaroma aus der Pfanne in den fertigen Salat mit. Verwende nicht zu viel Öl; sonst wird Halloumi eher fettig als knusprig.
Warum ist mein Halloumi an der Pfanne kleben geblieben?
Die Pfanne war möglicherweise nicht heiß genug oder der Käse wurde bewegt, bevor sich eine Kruste gebildet hatte. Lass ihn in den ersten 2–3 Minuten ungestört liegen. Eine richtig heiße, leicht geölte beschichtete Pfanne oder eine gut eingebrannte Pfanne sollte den Käse freigeben, sobald die Unterseite gebräunt ist. Sehr feuchter Käse klebt ebenfalls leichter, daher vorher trocken tupfen.
Kann ich gebratenen Halloumi-Salat mit Orange und Harissa vorbereiten?
Dressing, Mandeln, Fenchel und Orangenfilets kannst du mehrere Stunden vorher vorbereiten. Bewahre Grün, Dressing und Garnituren getrennt auf, vermenge den Salat erst kurz vor dem Essen und brate dann den Halloumi. So bleiben die Blätter knackig und der Käse gelingt am besten.
Ist Halloumi für diesen Salat zu salzig?
Das kann sein, besonders zusammen mit salzigen Oliven. Probiere das Dressing, bevor du viel Salz hinzufügst, und spüle die Oliven bei Bedarf ab. Zusätzliche Orangenfilets oder etwas mehr Radicchio gleichen auch eine besonders salzige Käsecharge aus.
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