Marokkanische Hähnchen Tajine mit Pfannenbrot

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Wenn man nicht darauf achten muss, schonend zu kochen, kann man den Paprika ungehäutet verwenden, Zwiebel und Knoblauch statt Pulver verwenden und mit etwas mehr Schärfe arbeiten. Aber auch so ist dieses Rezept, das ich mir aus mehreren anderen zusammen kombiniert habe, sehr aromatisch.

Für das Pfannenbrot bereitet man einen Teig ähnlich Pizzateig zu und bäckt ihn ohne Fett in der Pfanne. 100 ml lauwarmes Wasser mit 1 Prise Salz, 1/2 Würfel Hefe und 30 ml Öl vermengen. 250 g Mehl zugeben, kneten und gehen lassen.

Daraus kleine Fladen formen und in der heissen Pfanne backen.

Tajine für 2:

4 Hähnchenoberkeulen

Olivenöl

1 kl Zucchino gewürfelt

1 Karotte, geschält, in Scheiben

1 gelber Paprika, gehäutet und in Stücke geschnitten

1 Fleischtomate, gehäutet und gewürfelt

Je 1 TL Zwiebel – und Knoblauchpulver

Salz, Pfeffer, Paprika mild

1/4 Salzzitrone, gehackt

1 Prise Kreuzkümmel gem.

1 EL Ras el Hanout

300 ml Hühnerbrühe

1 Lorbeerblatt

1 TL Honig

So geht‘s:

Tajine oder Tontopf wässern. Hähnchenteile mit Salz, Pfeffer und Paprika einreiben. In Olivenöl rundum anbraten, beiseite stellen. Gemüse in den Bratenfond geben. Ebenfalls anbraten. Mit Brühe aufgießen und Gewürze zugeben, auch das Lorbeerblatt. Zum Schluss mit Honig abrunden. Alles in die Tajineform füllen, Hähnchenteile obenauf setzen. Deckel drauf, etwas Wasser in die Mulde und ab in den vorgeheizten Ofen. 180 Grad C, ca. 35 min. Heraus nehmen und mit Pfannenbrot genießen.

Pete sagt:

Tajine: Wie viele andere Dampfkochtopfsysteme arbeitet der traditionelle Lehmkochtopf aus Marokko folgendermaßen: Der keramische Grundstoff – Lehm oder stark gemagerter Ton – wird bei der Herstellung niedrig gebrannt (Irdenware), weshalb eine Tajine auch bei abruptem Temperaturwechsel nicht zerspringt. Das Gefäß schützt das Essen mit seiner relativ dicken Wand zudem vor dem Verbrennen und leitet die Hitze gleichmäßig weiter, sodass der Inhalt schonend gegart wird. Im Topf werden die Zutaten übereinandergelegt; der spitze (arabische) oder gewölbte (berberische) Deckel sorgt dafür, dass die Hitze lange Zeit gleichmäßig hält. Das keramische Brennverfahren und der Aufbau finden sich in ähnlicher Ausführung in vielen Kulturen.

Der Deckel mündet in ein Schälchen oder eine Mulde, in die man vor dem Kochen Wasser gießt. Dadurch entsteht in der keramischen Wand des Gefäßes eine Art Dampfsperre. Der Dampf kondensiert, läuft in die Schale zum Gargut ab und steigt anschließend als Dampf wieder auf. Durch diesen Kreislauf wird der Inhalt schonend gegart; das Essen schmort im eigenen Saft.

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