Pia`s Gazpacho or how I saved the life of Pete

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Wenn ihr euch wundert, warum ich erst jetzt wieder poste. Nun, der Grund ist, daß ich gestern Pete´s Leben gerettet habe, mit meiner Gazpacho. Denn das eigentliche Gericht, ein sehr ungewöhnliches Rezept von Falstaff, einem Schweizer Gourmetmagazin, war absolut ungenießbar. Es handelte von einem Gurken- Kohlrabisalat, der mit einer gebratenen italienischen Salsiccia auf einer Rotwein- Balsamico- Reduktion kredenzt wurde. Schon meine Mama sagte, dass sie sich das nicht vorstellen  kann. Wagemutig wie ich bin, habe ich es ausprobiert. Die plötzlich in der Zubereitung auftauchende Leber, von der in den Zutaten nichts zu lesen war, hätte mich stutzig machen sollen. Mein dort hinterlassener Kommentar: “ Leber? Welche Leber?“ wurde bis heute nicht kommentiert, geschweige denn online gestellt….

Langer Rede kurzer Sinn, das Rezept war für die Tonne, zum Glück hatte ich als Vorspeise meine herrliche Gazpacho, die geht so einfach und ist an heißen Tagen optimal.

Ihr müsst nur eines beherzigen: Zubereitung ohne Kochen, geht recht schnell, aber ohne Kühlung ist sie nix. Daher vorbereiten. Ich hab sie um 17.00 Uhr zubereitet, dann in den Gefrieschrank gegeben und mehrmals umgerührt. Und um 20.30 Uhr war sie perfekt.

Für 4:

200 g Weißbrot vom Vortag

4 reife Tomaten

1/8 l Tomatensaft

1/2 Salatgurke, entkernt, gewürfelt

1 Paprikaschote, geputzt, gewürfelt

2-3 Knoblauchzehen, gepresst

2 EL Olivenöl

1TL Sherryessig. oder 1,5 TL Rotweinessig

Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer

So geht´s: Tomaten  kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser überbrühen und schälen. Danach würfeln, genau so das andere Gemüse, Weissbrot würfeln, bis auf 2 Scheiben. und in Wasser einweichen, dann ausdrücken und zu geben. In ein hohes Gefäß oder einen Blender geben (portionsweise) und mit einem Schuss Wasser ordentlich durchmixen. Danach durch ein Sieb streichen und abseihen. WICHTIG: Jetzt ca. 2 Std. in den Gefrierschrank, dabei ab und zu durchrühren. (Oder entsprechend länger in den Kühlschrank) Ich behalte von dem Weissbrot 1-2 Scheiben zurück, würfele sie und röste sie in wenig Olivenöl mit Meersalz, Pfeffer und Basilikum knusprig, um sie dann auf der Suppe als Garnitur zu verwenden. Man kann aber auch gewürfelte Tomaten, Gurken oder Paprika dazu tun.

Pete sagt:  Gazpacho. Zugegeben, kalte Suppe aus püriertem Gemüse rangiert hierzulande in Sachen Beliebtheit nur unwesentlich vor gefülltem Schafsmagen. Doch was will man erwarten von einem Rezept, dass betrunkene römische Söldner in Südspanien erfunden haben sollen, als sie Gurke, Öl und Brot in sauren Wein manschten? Andere Quellen halten Gazpacho eher für eine Weiterentwicklung der maurischen Knoblauchsuppe. Aber interessant wurde das Ganze eh erst, als Kolumbus mit Tomaten und Paprika aus Amerika zurückkam. Beide Gemüse sind neben der Gurke heute die wichtigsten Säulen für die vielen Gazpacho-Rezepte, bei denen man – schon ob der unklaren Tradition – frei variierend pürieren darf.

 

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